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Geschichten über Bord

Abschied aus dem Bordhospital

 

Liebe Freunde, Bekannte, Familienmitglieder und geschätzte Fans meines Blogs,

 

wenn es am Schönsten ist, dann sollte man aufhören.“ Das sagt man doch so, wenn man nicht weiß, wie man seine Entscheidung am Besten beschreiben soll. Den Punkt, als es am Schönsten war, habe ich sicher verpasst und doch schaue ich trotzdem ein bisschen wehmütig auf meine weitere Zukunft, die sich erstmal an Land abspielen wird.

 

Richtig! Ich werde vorerst nicht mehr auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten und eine Pause im ewigen Nomadenleben einlegen.

 

Eigentlich spiele ich auch schon länger mit dem Gedanken, zumindest einmal eine Pause zu machen, denn irgendwann wird jeder Job zur ungeliebten Routine. Dieser auch noch zusätzlich mit erschwerten Bedingungen, die ich nicht mehr akzeptieren möchte.

Für Menschen, die so etwas nie erlebt haben, mag es schwer nachvollziehbar sein wie man so einen Traumjob aufgeben kann, aber mit fortschreitendem Alter erhöhen sich die Ansprüche an die eigene Lebensqualität und die kann man mit einem Leben an Bord eines Schiffes nicht verwirklichen. Natürlich gebe ich in diesem Moment einen Traumjob auf, doch gleichzeitig bekommt eine Kollegin die Chance ihr Leben komplett zu verändern.

 

Die Zeit an Bord und meine Entscheidung für diesen Job, vor etwas mehr als zwei Jahren, werde ich nie bereuen. Voller Stolz werde ich meinen Enkeln noch von den stürmischen Zeiten auf See, dem Leben an Bord und den Dramen, die sich im Hospital abgespielt haben, berichten. Ich habe viele schöne Erfahrungen gemacht, ein bisschen was von der Welt kennengelernt und vor allem neue und tolle Freundschaften geschlossen, die mich sicher noch lange begleiten werden.

 

 

Ab August wird man mich wieder im OP antreffen, diesmal aber nicht in der Schweiz sondern in der Helios-Klinik Müllheim. Von den OP-Sälen habe ich einen direkten Blick auf den Schwarzwald und das bedeutet absolutes Kontrastprogramm. Bin schon gespannt wie es wird und ob ich noch genügend Kondition für die vielen Op’s mitbringe.

 

 

Über die Zukunft für diesen Blog muss ich mir noch meine Gedanken machen. Ich habe schon Tipps bekommen, ihn einfach weiterzuführen und immer wieder zu berichten, wie sich die Zeit ohne Schiff gestaltet. Vielleicht mache ich aber auch mal wieder einen Kurztrip auf eines der Schiffe, der einen Bericht wert ist. Wir werden sehen.

 

 

So ganz aus den Tiefen der Internetwelt wird er sicher nicht verschwinden, denn es könnte durchaus passieren, dass ich nächstes Jahr im Januar/Februar nochmal meinen Koffer packe und zum ersten und dann auch letzten Mal die neuste Ozeandampferdame, mit einem verführerischen Lächeln am Bug, in den ersten Tagen und Monaten ihres neuen Lebens begleiten werde.

Das ist aber noch nicht ausdiskutiert und bis dorthin genieße ich mein Leben auf dem Festland mit allen Vorzügen und natürlich auch Nachteilen, die einfach überall dazugehören.

 

 

Euch allen möchte ich nochmal ganz herzlich Danken, für eure Begeisterung, die vielen tollen Kommentare und die Treue, die ihr mir gehalten habt!

 

Meldet euch gerne wieder und auch falls ihr eine Idee für diesen Blog habt…. vielleicht schaffe ich es ja auch tatsächlich mal zu einem Buch, da gibt es noch soviel zu erzählen ;-)

 

 

Viele Grüße und bis vielleicht ganz bald wieder,

 

eure Sarah

 

 

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